lunes, 16 de junio de 2008

einmal werden wir noch wach ...

... und dann geht es endlich los!

sechs kribbelige beine, drei fahrraeder, unsaeglich viele kilos gepaeck, zwei zelte, isomatten, schlafsaecke, werkzeug, campingkocher, teller, toepfe, tassen, besteck, klamotten - all das und vor allem eine riesen vorfreude auf die naechsten sechs wochen - wie ich finde die allerbesten vorraussetzungen fuer die tour von zaragoza nach deutschland.
leider etwas ungut: die wetterprognose fuer morgen mit regen am vormittag und nordwestwind staerke 4-5. aber als eingefleischte oldenburger wird uns auch das nicht vom sattel pusten - im gegenteil, mit biss und ehrgeiz geht das schon. ausserdem sind wir zu dritt und da gibt es immer irgendeine moeglichkeit, die techniken des windschattemfahrens zu erproben. und ich wollte schon immer mal mit 20 kg gepaeck einen belgischen kreiesel auf den schotterpisten entlang des canal imperial versuchen.

unsere groesste sorge bis jetzt ist es irgendwann mal abends mitten in einer verlassenen gegend zu stehen, ohne zeltplatz, ohne dusche und vor allem mit nur drei uebriggebliebenen muesliriegeln als verpflegung. ansonsten hegt jeder noch so seinen kleinen eigenen sorgen, genaehrt von der aufregung, die mit jedem tag bis zur abfahrt waechst. muskelkater, sonnenbrand, knieschmerzen und was es sonst noch alles gibt. aber geeinigt haben wir uns darauf, dass training und kondition unterwegs erworben werden. vielleicht etwas gewagt, aber hier muessen dringend noch ein paar abschiedsrunden bier und calimocho getrunken werden, viel orga-krams erledigt werden und mir hat das spanische wetter erstmal einen kleinen gong verpasst, so dass ich die ersten tage am allerliebsten nur schlafend zugebracht haette. jede menge gute gruende, nicht jeden tag wenigstens ein paar kilometer als vorbereitung geradelt zu sein, ausserdem ist zaragoza mit expo-rummel alles andere als ein fahrrad-paradies.

in der zwischenzeit haben marc und ich schon unseren stempel als kulturbanausen bekommen, denn stani musste erschuettert feststellen, dass wir leider beide nicht fuer kaese zu haben sind und schon gar nicht fuer die zahlreichen uebel riechenden sorten, die man in frankkreich auf jedem dorfmarkt bekommt. stattdessen haben wir uns als tomatensaucen-fans geoutet, was stani zu der ueberzeugung gebracht hat, dass er nicht mit gourmets durch frankreich reist. sicher hat auch das einen vorteil, denn welcher gourmet wird mit einem mini-campingkocher und alutoepfen gluecklich?
mal sehen, was fuer unterschiedliche gruppierungen sich in unserem trio noch bilden ...

so, und jetzt ist er fertig, dererste eintrag. updates folgen in hoffentlich regelmaessigen abstaenden, es sei denn wir sind wirklich in the middle of nowhere. und wie bei jedem blog, aber ganz besonders bei diesem, freuen sich die verfasser ueber kommentare. schliesslich steht unser fanclub schon nicht am strassenrand ;)

hasta pronto!

1 comentario:

Shibby dijo...

Hallo liebe Radtouristen,
jetzt seid ihr endlich unterwegs und die Aufregung weicht totaler Erschöpfung. Aber am nächsten Morgen gibt es ein neues Spiel. Der Muskelkater ist dabei wahrscheinlich erstmal ein treuer Begleiter durch die Ebro-Ebene, wenn ich euren Trainingsplan richtig deute. Ich freue mich schon darauf, in Pamplona mit einem eingespielten Team über die Berge zu fahren. Vorerst bin ich dann mal in der mentalen Vorbereitung auf das Abenteuer und kann kaum erwarten, dass es losgeht.
Bis dann, sportliche Grüße, Jens