miércoles, 30 de julio de 2008

Ich tus jetzt einfach...

Wie ihr vermutlich schon alle wisst sind wir wieder daheim. Nach exakt 3 Wochen und ziemlich genau 1500 km haben wir spontan den Entschluss gefasst sofort nach Deutschland zurückzukehren. Aber warum?

Wir hatten noch einen Großeinkauf für den Tag gemacht, da hat sich Anna über die Wettervorhersage der nächsten Tage informiert. Schon seit zwei Tagen wurde die Zeit zwischen den Schauern immer kürzer, der Wind kam immer mehr aus der Richtung in die wir fuhren und es war kalt geworden, sodass es schon länger keine Möglichkeit mehr gab etwas zu kochen, geschweige denn den Tag bei Wein auf einer Wiese liegend ausklingen zu lassen. Die Entspannungsmomente fielen kurzerhand weg.

Auf dem Parkplatz der Entscheidung

Die Wettervorhersage nun sagte eine weitere Verschlechterung des Wetter voraus, während wir im "Schatten" des Supermarktes ein windstilles, trockenes Plätzchen suchten. So kam es, dass wir ein neues Abendteuer angingen: Spontan in der französischen Urlaubszeit mit Fahrrädern und Gepäck über den Drehpunkt des französischen Zugverkehrs - Paris - nach Deutschland Reisen.

1 min nachdem es klar war: Zurück nach Deutschland

Der nächste Bahnhof stellte sich als Fake heraus, eine Touristenbahn, und so fuhren wir in das 20km entfernt gelegene Vernon, welches einen echten Anschluss ans Bahnnetz versprach.

Warten in Vernon

Der Fahrplan gab uns 4 Stunden Zeit zum Kaffee trinken, umziehen und uns zu sammeln, bevor es nach Paris ging. So konnte man über Geschehenes und die Zeit nach der Reise nachdenken, allerdings mit der Folge, dass es in Paris keinen Anschlusszug mehr gab. Zunächst aber mussten wir den Bahnhof wechseln. Ich kann nur sagen: Mit dem Rad durch Paris ist ein Erlebnis aber sicher keines für schwache Nerven.

Nachdem ca 15 Hotels uns entweder wegen der Räder nicht haben wollten oder ganz einfach voll belegt waren (Ferienzeit) habe zumindest ich mich mental auf eine kalte, regnerische Nacht auf Paris Straßen eingestellt, denn die Bahnhöfe schließen um 1 Uhr nachts. Getrieben von der Not machte sich Stani auf die Suche, und wer ihn kennt der weiß, dass wenn Stani suchet er findet. In diesem Falle eine nahegelegene Jugenherberge die uns für 20€ pro Kopf in Zweierzimmern unterbrachte.

Der nächste Tag war geprägt von Warten, Umsteigen, Warten, Umsteigen, und vor allem Warten. Warten darauf, dass die anderen mit den Karten vor Abfahrt des Zuges auftauchen,Warten auf Züge, Warten auf die Ankunft im nächsten Bahnhof, Warten auf den Fahrstuhl, Warten auf die Leute die in der Schlange vor dem Fahrstuhl vor einem stehen, Warten auf Stani der (ausnahmsweise erfolglos) Jever sucht, Warten auf die Ankunft.

Fahrräder im Zug

Immerhin, morgens noch n Käffchen in Paris getrunken und abends zu Hause Leute überrascht. 200€, 6 Mal umsteigen, aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Hiermit erhält dieser Blog seinen letzten Eintrag, es sei denn jemand möchte noch etwas mittteilen oooder...

man weiß ja nie...

Danke an alle, die uns unterstützt haben, und sei es nur durch einen Kommentar :)

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